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KNIME-Workflow: Jahreszahlen-Checker für saisonale Themen und Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Ratgeber, Evergreens und saisonale Inhalte tragen noch die alte Jahreszahl – im Title, in der H1 oder in der Description.

Wer hier manuell prüft, verliert Zeit. Wer es automatisiert angeht, gewinnt Überblick und Effizienz.

Genau dafür haben wir bei get:traction einen KNIME-Workflow entwickelt, der alte und neue Jahreszahlen systematisch gegeneinander prüft, Google-Search-Console-Daten einbezieht und dir am Ende konkrete Handlungsempfehlungen pro URL liefert.

In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie der KNIME-Jahreszahlen-Checker funktioniert, welche Daten du benötigst und wie du ihn für deine Domain einsetzt.

KNIME-Jahreszahlen-Checker im Überblick

Der Jahreszahlen-Checker-Workflow übernimmt im Kern drei Aufgaben:

  1. Prüfung bestehender Seitendaten
    Auf Basis eines Screaming-Frog-Crawls wird geprüft, ob in Title, Meta Description oder H1 noch eine „alte“ Jahreszahl enthalten ist und wo ein Update sinnvoll wäre.
  2. Abgleich mit GSC-Daten
    Die Top-Suchanfragen mit der neuen Jahreszahl (nach Klicks und Impressionen) werden aus der Google Search Console ermittelt und den jeweiligen URLs zugeordnet.
  3. Einordnung der Suchintention
    Zusätzlich werden die Top-Suchanfragen ohne Jahreszahl betrachtet, um zu erkennen, ob die Jahreszahl-Query tatsächlich dem Fokus-Keyword der Seite entspricht.

Ergebnis des KNIME-Workflows

Eine Excel-Datei mit klaren Empfehlungen pro URL – statt Bauchgefühl oder manueller Checklisten. 

Wie genau du zu dieser Auswertung kommst, zeigen wir dir im folgenden Schritt für Schritt.

Vorbereitung: KNIME, GSC-Daten & Crawl

KNIME einrichten

Bevor du loslegst, stelle sicher, dass du die aktuelle Version von KNIME installiert hast. Falls nicht, empfehlen wir dir unseren KNIME für Anfänger Guide zur Installation. Ohne die (kostenlose) KNIME-Anwendung funktioniert der Workflow nicht.

Sobald KNIME installiert ist:

  • Öffne die KNIME-Datei des Workflows
  • speichere sie lokal
  • lege in der Workflow-Gruppe zwei Ordner an:
    • data (für die Quelldaten)
    • export (für die spätere Excel-Ausgabe)

GSC-Daten vorbereiten

Für den Abgleich benötigst du Zugriff auf die Google-Search-Console-Daten deiner Website. Ein einfacher Weg ist der Export über Google Sheets mit dem Chrome-Plug-in Search Analytics for Sheets:

  • Verbinde das Plug-in mit deiner Domain
  • Zeitraum: idealerweise die letzten 12 Monate oder das letzte Jahr
  • Suchtyp: Web
  • Gruppierung: Page und Query
  • Aggregation Type: By Page

Nach der Ausführung landen die GSC-Daten direkt in deinem Google Sheet.

Screaming Frog Crawl

Zusätzlich brauchst du einen Crawl deiner Website, um die aktuellen Meta-Daten zu erfassen:

  • Title
  • Meta Description
  • H1

Bei größeren Websites empfiehlt es sich, nur relevante Seitenbereiche zu crawlen (z. B. Evergreens, Ratgeber oder Themenseiten).

Für den Workflow benötigen wir eine CSV-Datei des „internal_all“-Reports aus Screaming Frog.

Alle Dateien legst du anschließend im „data“-Ordner der KNIME-Workflow-Gruppe ab.

KNIME-Workflow im Detail: In fünf Schritten zum Jahreszahlen-Check

Schritt 1: GSC-Daten importieren

Zuerst importierst du die GSC-Daten aus Google Sheets in KNIME:

  • Wähle im Google Authenticator-Knoten die Option Interactive
  • melde dich im Browser bei deinem Google-Konto an
  • führe den Google Sheets Connector
  • wähle im Google Sheets Reader das zuvor erstellte Sheet aus

Nach dem Ausführen der Knoten werden die Daten eingelesen.

In einem Zwischenschritt werden Strings in numerische Werte umgewandelt und Top-Queries nach Klicks und Impressionen identifiziert. Hier sind keine weiteren Einstellungen notwendig.

Schritt 2: Metadaten der URLs per Crawl importieren

Im zweiten Schritt liest du den „Internal_All“-Report aus Screaming Frog über einen CSV Reader-Knoten ein und führst diesen aus.

Schritte 3 & 4: Jahreszahlen in Titel & Query identifizieren

In den Schritten 3 und 4 ist vor allem eines entscheidend: die grün markierten Knoten korrekt zu konfigurieren.

Hier prüfst und passt du bei Bedarf an:

  • die alten und neuen Jahreszahlen
  • die relevanten Seitenbereiche
  • optional Grenzwerte für Klicks und Impressionen

Die übrigen, grau hinterlegten Knoten können in der Regel unverändert bleiben. In diesen Schritten werden Top-Suchanfragen identifiziert, URLs abgeglichen und gejoined sowie Spalten umbenannt und sortiert. Optional kannst du hier natürlich nachjustieren, falls du andere Bezeichnungen oder Sortierungen benötigst.

Schritt 3: Alte Jahreszahlen im Titel identifizieren

Schritt 3 ist bewusst simpel gehalten und erfüllt die zentrale Aufgabe des Workflows: Es wird geprüft, ob die alte Jahreszahl noch im Title der URL enthalten ist

Ergänzend werden die Top-Suchanfragen pro URL herangezogen, um das jeweilige Fokus-Keyword der Seite zu ermitteln.

In den grün markierten Knoten solltest du prüfen und ggf. anpassen:

  • die Rule-Engine-Knoten mit den Jahreszahlen
    (z. B. Regex .*\b2026\b.*)
  • die relevanten Verzeichnisse, Dokumententyp (z. B. HTML), Status-Code (z. B. 200)

Schritt 4: Neue Jahreszahlen in Suchanfragen identifizieren

In diesem Schritt werden die Top-Suchanfragen mit der neuen Jahreszahl identifiziert und den passenden URLs zugeordnet.

Optional kannst du hier zusätzlich:

  • Grenzwerte für Top-Seiten nach Klicks und Impressionen definieren

Anschließend erfolgt der Abgleich der Fokus-Keywords (Top-Queries) pro URL:

  • Performt die Query mit neuer Jahreszahl besser als die bisherige Top-Query, wird dies entsprechend kommentiert.
  • Enthält die bestehende Top-Query bereits die neue Jahreszahl, wird dies ebenfalls gesondert gekennzeichnet.
  • Bei den übrigen URLs ist das Fokus-Keyword ohne Jahreszahl am stärksten – hier ist eine Anpassung des Titels meist nicht sinnvoll.

Zum Abschluss werden die Spalten konsistent mit alter und neuer Jahreszahl benannt. Die leistungsstärksten URLs (nach Klicks und Impressionen) werden zusammengeführt, Duplikate entfernt – Klicks haben dabei Priorität.

Schritt 5: Export der Ergebnisse per Excel

Zum Abschluss passt du den Excel Writer-Knoten an und führst ihn aus:

  • Dateiname und Zielordner anpassen
  • die Sheet-Namen auf neue Jahreszahlen ändern
  • Standardmäßig erfolgt der Export in den „export“-Ordner der Workflow-Gruppe

Ergebnis: So sieht die Excel-Auswertung des Jahreszahlen-Checker aus

Als Ergebnis erhältst du eine Excel-Datei mit zwei Reitern, die du noch formatieren solltest:

  • (alte Jahreszahl) in Titel prüfen & ersetzen
  • (neue Jahreszahl) in Titel evtl. sinnvoll
Die Tabellen enthalten in der ersten Spalte jeweils die Empfehlungen, gefolgt von URL, Title, Description, H1 sowie den Queries und Leistungsdaten.
 

Kurz-Anleitung zum Jahreszahlen-Checker:

Vorbereitung:

  • KNIME-Workflow herunterladen
  • GSC-Daten für den relevanten Zeitraum in Google Sheets laden.
  • Screaming-Frog-Crawl des relevanten Seitenbereiches durchführen und internal-all exportieren

Im KNIME-Workflow:

  1. GSC-Daten über Google Sheets importieren.
  2. URL-Metadaten über „Internal_All“ aus Screaming-Frog einlesen.
  3. Jahreszahlen in Titel und in Suchanfragen identifizieren
    • relevante Verzeichnisse und Jahreszahlen im Workflow anpassen
    • optional Grenzwerte und Spaltenbenennungen justieren
  4. Excel-Export konfigurieren
  5. Workflow ausführen

Zum Schluss: Ergebnisse prüfen, bewerten und umsetzen!

FERTIG

🥳

Fazit zum Jahreszahlen-Checker

Der Jahreszahlen-Checker ist ein typischer [get:traction]-Workflow: Einmal sauber konfiguriert, dann effizient wiederverwendbar.

Gerade zum Jahreswechsel lassen sich damit schnell Quick-Wins realisieren – ohne manuelles Durchklicken, ohne Excel-Chaos und ohne veraltete Checklisten.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Umsetzung.

Hast du Anregungen oder Fragen? Dann schreib uns gerne. Das [get:traction]-Team freut sich auf dein Feedback.

get:traction Mitarbeiter Andreas Föll

Andreas Föll

SEO Consultant

2008 weckte ein Webdesign-Seminar im Rahmen meines International Business Studiums in England meine Faszination für den Onlinebereich. Neben den Grundkonzepten eignete ich mir schnell HTML- und CSS Kenntnisse an, um Internetseiten zu bauen, zu pflegen und sichtbar zu machen. Mich begeistert die Kombination aus technischem Verständnis, Struktur und kreativem Denken. Im anschließenden Marketingstudium konzentrierte ich mich weiter auf den Onlinebereich und vertiefte mein Marketingwissen; beruflich war in verschiedenen Branchen teils auch international im Online-Marketing und E-Commerce tätig. Bei get:traction kann ich mich seit Anfang 2022 voll auf die organische Suchmaschinenoptimierung konzentrieren – mein absoluter Lieblingsbereich – und freue mich, in einem brillanten Team aus SEOs, Analysten und Redakteuren, erfolgreich spannende Kundenprojekte voranzubringen und umzusetzen.

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