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Der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands baute hauptsächlich auf den amerikanischen Krediten auf. Als deren Boom jedoch vorüber war, fallen am Schwarzen Freitag, den 25.10.1929 die Aktienkurse und die USA stürzen in eine Wirtschaftskrise.

Um diese zu überwinden werden Schutzzölle erhoben und die Kredite zurückgefordert – was eine Weltwirtschaftskrise ausläst und besonders Deutschland hart trifft.

Die Arbeitslosigkeit steigt rapide und mehrere Banken brechen zusammen.

Die radikalen Parteien verzeichnen während der Krise starken zulauf.

 

 

Die Phase der Präsidialkabinette

 

Brüning (1930-32) versucht der Wirtschaftskrise mit einer Spar- und Deflationspolitik zu begegnen:

 

 

Er versucht damit auch die Zahlungsunfähigkeit bei den Reparationen zu belegen um eine Streichung zu erreichen.

Durch das Hoover-Moratorium am 20.6.1931 wird eine Zahlungspause von einem Jahr ermöglicht, eine weitere Konferenz 1932 beschließt die endgültige Streichung.

 

Die Sparpolitik vergrößert jedoch das Leid der Bevölkerung. Folge ist ein starker Anstieg der Stimmen für die radikalen Parteien.

Die Parteien der “Mitte” versuchen die Wahl Hitlers zum Reichskanzler zu vermeiden, während auf der Straße bereits Kämpfe und Aufstände an der Tagesordnung sind.

Wichtige paramilitärische Organisationen sind die Sturmabeilung (SA) der NSDAP, der Stahlhelm, eine überparteiliche Gruppe mit Kontakten zur NSDAP und Hindenburg, der Rote Frontkämpferbund der KPD und das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, ein Kampfverband der SPD, DDP und des Zentrums.

Wirtschaft und Rechte bewegen Hindenburg 1932 zur Entlassung Brünings und zur Ernennung Franz von Papens. Sein Ziel ist die “Zähmung” der NSDAP indem er “den lautesten” von ihnen etwas Macht gibt. Im Zuge dessen gewährt er den Rechten die Forderung nach Neuwahlen, was die NSDAP zur stärksten Fraktion macht, die damit den Reichstagspräsidenten H. Göring stellen kann.